Wärme und Strom

Sinnvolle Abwärmenutzung

Die Herstellung von Zement ist durch hohen Energiebedarf gekennzeichnet. Den Hauptanteil beansprucht dabei das Brennen von Zementklinker aufgrund der dazu notwendigen Temperaturen von 1.450°C. HeidelbergCement sucht und nutzt daher konsequent Einsparpotenziale. Der sparsame Umgang mit Energie verringert die Umweltbelastung erheblich und senkt auch die Kosten.

Vor 40 Jahren wurde für die Produktion von 5 Tonnen Zement eine Tonne Kohle benötigt, heute können mit der gleichen Kohlemenge 9 Tonnen Zement hergestellt werden. Der Wirkungsgrad des Klinkerbrennprozesses konnte immer weiter gesteigert werden und beträgt mittlerweile über 80%.

Die Einsparung an Brennstoffenergie wird an den deutschen HeidelbergCement-Standorten mit unterschiedlichen Technologien realisiert. Ob neue Öfen mit Vorwärmetechnik oder die Wärmerückgewinnung bei der Klinkerkühlung z.B. für kombinierte Mahl-/Trocknungsprozesse die Anstrengungen und auch die Erfolge bei der optimierten Energienutzung sind enorm.

Neben Wärmeenergie zum Brennen des Zementklinkers erfordert die Herstellung von Zement auch den Einsatz elektrischer Energie. Mehr als zwei Drittel der verbrauchten elektrischen Energie werden für die Zerkleinerung der Roh- und Ersatzrohstoffe zu Rohmehl, die Feinmahlung der Kohle und die Mahlung des Klinkers zu Zement benötigt.

Strom sparen bei Mahlanlagen

Die Anforderungen an das Produkt Zement sind im Laufe der Jahre kontinuierlich gewachsen. Der Anteil feinerer Zemente hat permanent zugenommen und damit auch der Aufwand bei der Mahlung. Dass der Strombedarf der Werke trotzdem nicht im gleichen Maße anstieg, ist der Einführung einer neuartigen, stromsparenden Mahltechnik zu verdanken, der Gutbettzerkleinerung.

HeidelbergCement war maßgeblich an der Entwicklung der Gutbettwalzenmühlen-
Technologie beteiligt und setzt sie in der Mehrzahl ihrer Standorte ein. Einen weiteren Beitrag zur Stromsenkung hat der Ersatz veralteter Sichter durch effizient arbeitende, trennschärfere Hochleistungssichter gebracht. Ohne den Einsatz dieser modernen Technologien würde der Strombedarf zur Zementmahlung 15-20% höher liegen. Auch in anderen Bereichen lässt sich Strom einsparen, so können z.B. durch den Einsatz einer zentralen Druckluftversorgung anstelle einer Vielzahl von Kleinkompressoren hohe Einsparpotenziale realisiert werden.