Rohstoffe und Ersatzrohstoffe

Rohstoffe

Die Herstellung von Zement beginnt mit der Gewinnung der Rohstoffe. Nicht an allen Standorten finden sich jedoch alle Gesteinsarten bzw. Rohstoffe, die für die Herstellung der unterschiedlichen Zementsorten erforderlich sind. Diese Stoffe müssen der Rohmischung dann beigegeben werden. Darüber hinaus werden bei der späteren Zementmahlung zur Einstellung des Erstarrungsverhaltens noch die Zumahlstoffe Gips und Anhydrit benötigt.

Ersatzrohstoffe

Die deutschen Werke von HeidelbergCement setzen zunehmend Ersatzrohstoffe ein, die als Nebenprodukt oder Abfallmaterial in anderen Industriezweigen anfallen. Diese Wiederverwertung ist ökologisch und ökonomisch sinnvoll: Einerseits schonen die Werke ihre natürlichen Ressourcen, andererseits erfüllen die Abfallerzeuger das Verwertungsgebot des Kreislaufwirtschaft- und Abfallgesetzes.

An einem Beispiel aus unserem Werk Schelklingen lässt sich dieser Ersatzrohstoff-Einsatz verdeutlichen: In der Vergangenheit wurde der zur Zementherstellung notwendige Sand ausschließlich aus natürlichen Sandvorkommen entnommen. Mittlerweile wird ein Großteil des Sandbedarfs über Altsand aus Gießereien gedeckt.

Der Vorteil dieser stofflichen Verwertung liegt auf der Hand: jede Tonne Altsand, die bei der Zementherstellung eingesetzt und damit nicht deponiert wird, hilft einerseits wertvollen Deponieraum zu erhalten. Zum anderen muss der Sandbedarf bei der Zementherstellung nicht aus natürlichen Vorkommen gedeckt werden und schont auf diese Weise natürliche Ressourcen. Die Verwertung von Altsand im Zementwerk ist ein typisches Beispiel für praktizierte Kreislaufwirtschaft.