Wasser

Wie jeder Industriebetrieb hat auch ein Zementwerk ständigen Bedarf an Wasser: Neben Trinkwasser für die Mitarbeiter benötigen die Standorte Betriebswasser zu Kühlzwecken und als Prozesswasser an verschiedenen Stellen des Produktionsverfahrens. Das Trinkwasser wird wie von jedem Haushalt über die öffentliche Wasserversorgung bezogen. Der Bedarf an Betriebswasser wird an den deutschen Standorten weitgehend aus Fluss- oder Oberflächenwasser gedeckt.

Für Kühlzwecke nutzen wir Zweikreiskühlsysteme. Dadurch verringern wir den Wasserbedarf und schließen zugleich eine Wasserverunreinigung aus. Die Rückkühlung des Kühlwassers erfolgt über luft- bzw. wassergekühlte Wärmetauscher.

Boden- und Grundwasser

Die zentrale Aufgabe beim Schutz von Boden, Gewässern und Grundwasser ist es, Verunreinigungen so weit wie möglich auszuschließen. Dabei halten wir alle rechtlichen Anforderungen, beispielsweise des Wasserhaushaltsgesetzes (WHG) und der Verordung für Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (VAwS) zuverlässig ein. Wassergefährdende Flüssigkeiten z.B. werden in doppelwandigen und lecküberwachten Leitungen und Tanks befördert und gelagert. Auffangwannen sichern die Lagertanks, Fass- und Gebindelager zusätzlich ab. Überlaufschwellen verhindern, wo baulich möglich, das Eindringen ausgelaufener Flüssigkeiten in die Kanalisation oder in das Erdreich. Aber auch mit speziellen, im Bedarfsfall schnell einsetzbaren Abdeckungen für die Kanaleinläufe lassen sich ausgelaufene Flüssigkeiten zurückhalten.

Nicht zuletzt steht für den Fall der Fälle an allen größeren Standorten die werkseigene
Betriebsfeuerwehr zur Verfügung. Ihre gut ausgebildeten Mitglieder und die bedarfsgerechte Ausrüstung gewährleisten nicht nur bei Bränden, sondern gerade auch bei der Gefahr von Gewässer- oder Bodenverunreinigungen ein schnelles und effektives Eingreifen. Mit den Freiwilligen-/Berufsfeuerwehren finden regelmäßig gemeinsame Übungen statt.

Wo Auswirkungen unserer Steinbrüche auf den Grundwasserhaushalt aufgrund der lokal gegebenen hydrogeologischen Situation nicht auszuschließen sind, werden sachverständige Gutachter eingeschaltet. Umfangreichen Untersuchungen folgt die Analyse der Situation und die Ableitung von Maßnahmen wie z.B. Wiederversickerung in Schluckbrunnen, um die Auswirkungen auf den Grundwasserhaushalt zu minimieren.