Tragschichten mit hydraulischem Bindemittel

Tragschichten sind der untere Teil des Oberbaus. Sie liegen zwischen der Decke und dem Unterbau bzw. Untergrund. Je nach Art und Zusammensetzung der Schicht werden unterschieden:

Verfestigungen

Für Verfestigungen sind Böden fast aller Bodengruppen nach DIN 18196 sowie sonstige vergleichbare Materialien oder Mineralstoffe, wie z. B. Vorsiebmaterial, Industrieaschen und Schlacken verwendbar – soweit keine erhärtungsstörenden Stoffe enthalten sind – verwendbar. Mit einer Verfestigung kann die Widerstandsfähigkeit von ungebundenen Tragschichten erhöht werden, so dass der Boden dauerhaft tragfähig und frostbeständig wird. Dafür werden den Böden und/oder Gesteinskörnungsgemischen Zemente, hydraulische Boden- und Tragschichtbinder oder Multicrete zusammen mit Wasser zugemischt. Das Einbaugemisch wird nachträglich verdichtet.


Hydraulisch gebundene Tragschichten (HGT)

HGT bestehen aus ungebrochenen und/oder gebrochenen Gesteinskörnungsgemischen und hydraulischen Bindemitteln (z. B. Zement, Tragschichtbinder). HGT können nur in einer Mischanlage hergestellt werden. Der Transport zur Einbaustelle erfolgt auf offenen Lkw-Mulden. Die HGT wird in der Regel mit einem Fertiger eingebaut.

Betontragschichten

Betontragschichten sind Tragschichten aus Beton, die nach DIN EN 206-1 und DIN 1045-2 hergestellt werden. Die Anforderungen an Betontragschichten sind in den
ZTV Beton-StB und TL Beton-StB geregelt.

Dränbetontragschichten (DBT)

Dränbetontragschichten sind Tragschichten mit hydraulischen Bindemitteln, die von den Anforderungen der TL Beton-StB abweichen. Sie bestehen aus einem haufwerksporigen Gesteinskörnungsgemisch, dem nur so viel Mörtel zugesetzt wird, dass er die Gesteinskörnungen vollflächig umhüllt und punktförmig miteinander
verkittet. Die Hohlräume zwischen den Körnern dürfen von dem Mörtel nach der Verdichtung nicht ausgefüllt werden. Die Haufwerksporigkeit wird durch Verwendung
von Sieblinien mit Ausfallkörnung und / oder einem geringen Sandanteil erreicht.

Nachbehandlung

Grundsätzlich sind alle Tragschichten mit hydraulischen Bindemitteln nachzubehandeln. Dadurch wird die Dauerhaftigkeit wesentlich beeinflusst. Auf die Nachbehandlung kann verzichtetet werden, wenn unmittelbar nach der Herstellung eine Abdeckung durch eine weitere Schicht oder Lage erfolgt. Tragschichten mit hydraulischen Bindemitteln sind auf die Dauer von mindestens 3 Tagen ständig feuchtzuhalten. Dafür ist das Aufbringen einer wasserhaltenden Abdeckung (z. B. Vlies oder Jutetuch) gut geeignet.

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Allgemeine Hinweise: