22. Juni 2017

Stadt an den Fluss

HeidelbergCement unterstützt Aktion „NECKARORTE“ 

Der Neckar schenkt der Stadt Heidelberg einen Großteil ihrer Identität. 25 Kilometer Flussufer bieten eigentlich viele Möglichkeiten, den Neckar direkt zu erleben. Doch bisher sind viele Uferorte aus unterschiedlichen Gründen gar nicht zugänglich. Das Stadtleben findet größtenteils abseits des Flusses statt. Um das zu ändern, wurde 2016 von der Architektenkammergruppe Heidelberg in Kooperation mit der Stadt Heidelberg das Projekt „NECKARORTE“ ins Leben gerufen. Unterstützt wird die Aktion unter anderem auch von der HeidelbergCement AG. Die Aktion lief so erfolgreich, dass sich Anfang 2017 der Verein NECKARORTE e.V. gegründet hat. 

Das Ziel der „NECKARORTE“: In enger Abstimmung mit der Stadt Heidelberg sollen bisher ungenutzte Orte am Neckar ausfindig und für den Alltag der Bürger zugänglich gemacht werden. „Dafür haben wir 2016 zunächst vier eher unbekannte Uferbereiche mit Entwicklungspotenzial ausgesucht, die im Alltagsbewusstsein der Bürgerinnen und Bürger verschwunden waren und die Bürger im Rahmen von Workshops befragt, was sie sich dort alles vorstellen können“, erklärt Dirk Rulffes, Architekt und Vereinsvorsitzender. „Jetzt bespielen wir die Orte mit vielfältigen Aktionen und bringen sie so mehr und mehr ins Alltagsbewusstsein der Bevölkerung, die diese Freiflächen bereits zunehmend nutzen und annehmen. Die Stadt Heidelberg hat im Rahmen des Projekts Stadt an den Fluss bereits eine eigene Stabsstelle eingerichtet um diese positive Entwicklung voranzutreiben.“

Um verlorene Orte wieder mehr ins Bewusstsein zu heben, sind Sitzgelegenheiten ein guter Anker. So wurde ganz am Anfang des Projekts die Idee geboren, an jedem der vier ausgewählten „NECKARORTE“ einen sogenannten Grundstein als Sitzbank zu platzieren. Es sollte eine Form sein, die es am Neckar schon an der Alten Brücke am Nordufer aus Sandstein gibt, nur in anderem Material. Da auch Hocker in freier Form aufgestellt werden sollten, war die Wahl des Baustoffs schnell klar: „Wir Architekten lieben ja die Formenvielfalt von Beton und wollten durch die Formensprache auch das Temporäre und Experimentelle der Aktion ausdrücken“, so Dirk Rulffes. Die vier jeweils zwei Meter langen und 60 Zentimeter hohen Sitzbänke wiegen je 1,6 Tonnen und sind am eingelassenen „NeckarOrte“- Logo zu erkennen. Produziert wurden die Blöcke von der Lithonplus GmbH, einem Joint Venture von HeidelbergCement. Frank Becker, Bereichsleiter Sonderteilebau bei der Lithonplus GmbH: „Für das Logo haben wir eine Prototyp-Strukturmatrize aus strapazierfähigem PVC verwendet, die mit einer CAD-Laserschnitttechnik produziert wurde. Dieses relativ neue Verfahren haben wir für das Projekt das erste Mal erfolgreich angewendet.“

Zusätzlich wurden von den Architekten eigenhändig  100 mobile Betonhocker gegossen, für welche die Heidelberger Beton Kurpfalz GmbH den Beton geliefert und vor Ort in kunstvoller Präzisionsarbeit in die Miniaturschalungen gefüllt hat. Mit den Hockern können Besucher ihren eigenen Lieblingsplatz besetzen oder diesen auch zu einem anderen „NECKARORT“ mitnehmen. Das Projekt wird von den Heidelbergern begeistert aufgenommen. „Es zeigt sich, dass durch die Veränderung von Plätzen die Alltagswahrnehmung verändert wird“, zeigt sich Rulffes zufrieden.

Die Folgeveranstaltungen, wie das „Neckarglühen“, das „Neckaranbaden“ oder das „Neckarerwachen“ mit Yoga und Brunch waren ein voller Erfolg. Weitere Aktionen und Veranstaltungen sind geplant. Vom 21.-23.07.2017 findet die Sommerlounge statt, wo Ergebnisse der bisherigen Aktionen ausgestellt werden, NECKARORTE mit dem Boot verbunden werden und wieder besondere kulturelle Highlights. Die ganz große Vision: In ein paar Jahren sind die NECKARORTE in Form eines Panoramawegs fußläufig zu entdecken. 

(Zeichen 3.807)

Link: http://neckarorte-heidelberg.de/ 


Bildunterschriften:

Bild 1 und 2: Die Hocker sollen die ausgewählten Stellen am Neckar lebendiger machen und miteinander verbinden. Bildquelle: HeidelbergCement AG / Steffen Fuchs 

Bild 3: Die vier jeweils zwei Meter langen und 60 Zentimeter hohen Sitzbänke wiegen je 1,6 Tonnen und sind am eingelassenen „NeckarOrte“- Logo zu erkennen. Produziert wurden die Blöcke von der Lithonplus GmbH, einem Joint Venture von HeidelbergCement. Bildquelle: HeidelbergCement AG / Steffen Fuchs

Conny Eck

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