Beweidungsprojekt mit 140 Rhönschafen in Lengfurt

Ein weiteres Beweidungsprojekt bei HeidelbergCement

HeidelbergCement hat in Lengfurt ein neues Beweidungsprojekt gestartet. Seit Juni weiden auf einer drei Hektar großen Fläche am stillgelegten Steinbruch Locksberg mehr als 140 Rhönschafe.
Oberstes Ziel ist auch hier, die Verbuschung auf dem Gelände weitgehend einzudämmen und somit den Tier- und Pflanzenarten, welche die offenen, mageren und wärmeliebenden Flächen benötigen, einen passenden Lebensraum zu bieten. Tina Gölzer, Biologin bei HeidelbergCement: „Vor allem Heuschrecken, Orchideen und Schmetterlinge fühlen sich auf offenen Wiesen am wohlsten. Ohne das Abgrasen der Schafe wachsen die Flächen rasch zu und verhindern somit den mageren Lebensraum.“ Die Schafe fungieren somit als natürliche Rasenmäher.
Auch Michael Becker, Werkleiter des Zementwerks Lengfurt, ist vom Projekt begeistert: „Es zeigt einfach, dass man auch mit wenig Aufwand viel erreichen kann. Solche Kooperationsprojekte zeigen, dass Engagement für die Umwelt nicht immer gleich mit hohen Kosten verbunden sein muss.“

Tiere tragen zur Artenvielfalt bei – ausgewähltes Gelände passt zu benachbartem Schutzgebiet

Betreut werden die rund 140 Tiere durch Marina Schewe vom Schafhof Schewe aus Remmlingen. Sie versetzt auch den Zaun um die Koppel der Tiere in regelmäßigen Abständen um ein Stück, damit die Schafe immer neue Gebiete erschließen können. Rhönschafe sind robust, widerstandsfähig und an raue Lagen sowie das Gelände angepasst. Ein positiver Nebeneffekt ist zudem, dass „die Samen der Pflanzen über das Fell und den Kot der Tiere weiter wandern und sich an anderer Stelle wieder vermehren, was die Artenvielfalt steigert“, erläutert Tina Gölzer.

Die Fläche am stillgelegten Steinbruch bot sich an, weil in direkter Nachbarschaft ein Natura 2000 Schutzgebiet liegt, das den gleichen offenen Landschaftstyp fördert und somit optimal zum Beweidungsprojekt passt. Natura 2000 ist ein zusammenhängendes Netz von Schutzgebieten innerhalb der Europäischen Union, dessen Zweck der länderübergreifende Schutz gefährdeter wildlebender heimischer Pflanzen- und Tierarten und ihrer natürlichen Lebensräume ist.

HeidelbergCement betreibt bereits seit vielen Jahren ähnliche Beweidungsprojekte mit Taurus-Rindern, Konik-Pferden, Burenziegen und Waldschafen, unter anderem an den Standorten Schelklingen, Burglengenfeld und Geseke. Außerdem werden immer wieder Umweltprojekte wie z.B. Natur- und Erlebnispfade, Bienenhotels, Biotoplehrgarten oder Amphibiengewässer zur Förderung der Artenvielfalt in den Abbaustätten initiiert und gefördert.


Bild 1: Mit Blick auf das Zementwerk - Die drei Hektar große Fläche am stillgelegten Steinbruch Locksberg. Bildquelle: HeidelbergCement / Elena Körber

Bild 2: Das Rhönschaf ist die einzige Schafrasse mit schwarzem Kopf und weißen Beinen. Der Kopf ist bis hinter die Ohren behaart, dann erst beginnt die weiße Wolle. Bildquelle: HeidelbergCement / Elena Körber

Michael Becker

HeidelbergCement AG
Homburger Straße 41
97855 Triefenstein / OT Lengfurt
Deutschland

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