Kreisverkehre

Verkehrsknotenpunkte werden immer häufiger als Kreisverkehre geplant oder umgestaltet. Für sie sprechen die höhere Verkehrssicherheit, die hohe Leistungsfähigkeit und die Dauerhaftigkeit. Durch die niedrigeren Geschwindigkeiten der Fahrzeuge und die bessere Übersichtlichkeit im Kreisverkehr gegenüber signalgesteuerten Kreuzungen verringert sich die Zahl der Verkehrsunfälle. Zusätzlich entfallen die Kosten für die Anschaffung und Wartung von Lichtzeichenanlagen.

Kreisverkehre unterliegen folgenden Beanspruchungen:
  • Hohe Schub- und Radialkräfte durch Fahren in engen Kurvenradien verbunden mit einer Achslasterhöhung
  • Spurgebundener Verkehr mit entsprechend großer Überfahrhäufigkeit
  • Starke Schubbeanspruchungen durch Brems- und Beschleunigungsvorgänge an den Ein- und Ausfahrten

Aufgrund der hohen Stand- und Abriebfestigkeit von Beton sowie seiner temperaturunabhängigen Tragwirkung ist Beton für diese Beanspruchungen der ideale Baustoff. Aus diesem Grund entscheiden sich immer mehr Bauherren und Planer einen modernen Kreisverkehr in der Betonbauweise auszuführen. Der Bau eines Kreisverkehrs bedarf einer sorgfältigen Planung. Ausgehend von örtlichen Gegebenheiten und planerischen Vorgaben ist der Aufbau und Querschnitt entsprechend zu dimensionieren. (Hinweis auf RStO) Aufgrund der besonderen Beanspruchungen fordert das M VaB Teil 1 für Kreisverkehre die nächst höhere RStO-Belastungsklasse.

FILM: Betonkreisel in Werneck

Kreisverkehre aus Beton rücken immer stärker in den Fokus von ausschreibenden Behörden. Denn diese bewerten Baumaßnahmen immer häufiger auch nach Life-Cycle-Kosten. Der Film berichtet über die Bauausführung eines Betonkreisels aus Transportbeton in Markt Werneck in Bayern. Die neu errichtete Anlage hat eine zentrale Funktion im Bereich der Autobahnanschlussstellen A 70, A 7 und A 71.