Tag der Architektur für Kinder

„Architektur macht Schule“ ist eine Initiative der HeidelbergCement AG und der Architektenkammer Baden-Württemberg, Kammergruppe Heidelberg. Durch verschiedene Angebote möchten wir bei Kindern und Jugendlichen das Interesse an Architektur und Gestaltung wecken.

Seit 2010 wird unter anderem der „Tag der Architektur für Kinder und Jugendliche“ in Heidelberg angeboten. Jedes Jahr steht der Tag unter einem anderen Themenschwerpunkt und führt uns zu interessanten Objekten in Heidelberg und Umgebung. So wird Baukunst unter architektonischen Gesichtspunkten mit Blick hinter die Kulissen spielerisch und spannend vermittelt. Bisher haben folgende Veranstaltungen stattgefunden.

Tag der Architektur für Kinder und Jugendliche 2016

Thema: Häuser für die Forschung - Welche Anforderungen stellen Naturwissenschaften und Hightech an die Architektur?

Termin: Samstag, 25. Juni 2016 von 14.00 - 17.30 Uhr

Bericht

Der „Tag der Architektur für Kinder und Jugendliche“, der bereits zum 7. Mal in Zusammenarbeit der Architektenkammer Baden-Württemberg, Kammergruppe Heidelberg, und HeidelbergCement organisiert wurde, führte diesmal in das Neuenheimer Feld unter dem Motto „ Häuser für die Forschung“. 

Treffpunkt der rund 40 Kinder und Jugendlichen und Start der ArchitekTour war das Amt für Vermögen und Bau, Baden-Württemberg. Anhand eines städtebaulichen Modells des Neuenheimer Felds wurde den Kindern und Jugendlichen ihr momentaner Standort gezeigt. Schnell entdeckten die Ortskundigen unter ihnen den Zoo und das Tiergartenschwimmbad in nächster Nähe. Die Kinder erfuhren auch, dass der Botanische Garten zu den ältesten Gebäuden zählt und wie das Neuenheimer Feld zu seinem Namen kam.

Vorbei an der Pathologie marschierte die Gruppe zum BioQuant. Mit dem Fahrstuhl ging es ganz nach oben ins 7.OG, wo die begleitenden Architekten die Besonderheit des Gebäudes erklärten. Das vom Berliner Architekten Volker Staab entworfene Forschungszentrum bietet optimale Voraussetzungen für den Austausch zwischen biologisch- und biomedizinischer Forschung und dem wissenschaftlichen Rechnen, Mathematik und Informatik. Das zentrale, freistehende Treppenhaus als verbindendes Element ermöglicht auf den einzelnen Ebenen mit Kommunikationszonen und Teeküchen vielfältige Möglichkeiten zum wissenschaftlichen Austausch.

Im gegenüberliegenden Gebäude des COS (Centre for Organismal Studies) besichtigten die Teilnehmer eine Forschungsabteilung und erhielten Einblicke in die architektonischen Details eines Großraumlabors. Wer wollte, konnte sich in der Kühlzelle eine kleine Abkühlung holen. Die Notduschen wurden zwar entdeckt aber - zum Glück nicht ausprobiert! Im Anschluss ging es dann weiter zu den Pflanzenaufzuchtkammern im Untergeschoss - eine pinke Überraschung, denn die Pflanzen wachsen dort unter besonderen Lichtverhältnissen.

Nicht zuletzt präsentierte eine Mitarbeiterin des explo Heidelberg den „Farbenzauber“ im großen Hörsaal des COS: mit speziellen Papierbrillen konnten die Kinder die Lichtbrechung und Spektralfarben der entzündeten Teelichter sehen.

Nach 3,5 Stunden gab es zum Abschluss eine kleine Stärkung im gegenüberliegenden Mathematikon, bevor die Gruppe mit vielen neuen Eindrücken auseinanderging.

Tag der Architektur für Kinder und Jugendliche 2015

An- und Umbauten – Alten und neuen Häuser begegnen

Zum sechsten Mal veranstalteten die Architektenkammer Baden-Württemberg, Kammergruppe Heidelberg und HeidelbergCement AG eine Architektur-Tour speziell für die heranwachsende Generation.

Der „Tag der Architektur für Kinder und Jugendliche“, am Samstag, den 27. Juni 2015, führte die Teilnehmer durch verschiedene Häuser im Heidelberger Stadtteil Bergheim.

Die Tour startete bei einem ca. 100 Jahre alten, modernisierten Wohnhaus in der Bluntschlistraße. Dr. Thorsten Erl, Architekt und Wohnungsbesitzer, zeigte und erklärte den Umbau einer Remise, in der in früheren Zeiten Kutsche und Pferd untergebracht waren, und den Bewohnern heute als Koch- und Essbereich und Büro- und Gästezimmer dient. Ein besonderer Aspekt für die neue Nutzung lag bei der Lichtführung; aufgrund der Ausrichtung des Gebäudes nach Norden kann Sonnenlicht nur von oben eingefangen werden.

Weiter ging es zur ehemaligen Ludolf-Krehl-Klinik, dem heutigen Campus Bergheim, und der Bibliothek für Politik- und Sozialwissenschaften. Herr Klaus Ziegler vom Team SSV Architekten aus Heidelberg erläuterte die Umbaumaßnahmen, die für die Umnutzung erforderlich waren. Vorbei an unendlich scheinenden Bücherregalreihen konnten die verschiedenen Lernorte angeschaut werden, von Sitzplätzen mit Kissen auf den Treppen zum Untergeschoss und Medienräumen bis hin zu Cocons (2 x 2 m große Räume), die von den Studenten gemietet werden können. Eine besondere Aufmerksamkeit erzeugte bei den Kinder die Glastreppe.

In der Alten Frauenklinik erwartete Herr Werner Frank, Architekturbüro Frank und Kramer, die Gruppe. Nach dem Umzug der Frauenklinik ins Neuenheimer Feld entsteht an deren Stelle eine Klinik für psychosomatische Erkrankungen. Der Weg führte zunächst durch das Untergeschoss, teilweise noch Baustelle, zu verschiedenen Bereichen, wie einer Therapieräumen, Kreativwerkstatt, Lernküche mit großem Gemeinschaftsraum und schulischen Räumen für die schulpflichtigen Patienten, die längere Zeit in dieser Klinik betreut werden müssen.

Frau Christiane Hauss, Hartmann & Hauss Architekten GmbH, zeigte der Gruppe schließlich noch das ehemalige Samariterhaus, das 2006 zu einer Wohnanlage unter Erhaltung des alten Charmes und der interessanten Historie des Gebäudes umgebaut wurde. Das Gebäude war ursprünglich um 1906 entstanden, als erste deutsche Krebsklinik, gebaut im Renaissance-Stil, unter der Leitung von Professor Czerny. Gemeinsam mit dem Bauinspektor Julius Koch konnte dieses Haus mit der Unterstützung von Sponsoren, die an einer handgemalten Tafel im Eingangsbereich zu sehen sind, verwirklicht werden.

Den gemeinsamen Architekturtag ließ man gemeinsam im Garten des ersten Besichtigungsortes bei schönstem Sonnenschein und mit Pommes und Getränken ausklingen. 

Quelle: http://www.architekturmachtschule.de

Tag der Architektur für Kinder und Jugendliche 2014

Auf Entdeckungsreise im Heidelberger Schloss

Bereits zum fünften Mal fand am 28. Juni 2014 der „Tag der Architektur“ in Heidelberg statt. Diesmal luden die Architektenkammer Baden-Württemberg, Kammergruppe Heidelberg und die HeidelbergCement AG Kinder und Jugendliche zu einer spannenden Führung ins Heidelberger Schloss ein.
Aufgeteilt in zwei Altersgruppen und ausgestattet mit einer Taschenlampe ging es hinunter in die dunklen Kasematten (Wehrgänge), Tunnel und Gewölbe und dann hoch hinauf auf den Glockenturm. Nicht nur die dunklen, unheimlichen Gänge beeindruckten die Kleinen; auch die Größe der gesamten Anlage, die hohen Decken und Räume im Schloss ebenso wie die massiven Mauern sorgten für Erstaunen. An den hohen Schlossmauern erklärten die Führer, wie Steinmetze früher arbeiteten, und der Bau des Schlosses unter schwierigsten Bedingungen und mit einfachstem Arbeitsgerät gemeistert wurde.

Die Frage, was eine Burg von einem Schloss unterscheidet, konnte keiner der Teilnehmer so recht beantworten. Eine Burg ist ein Wehrbau. Sie diente vor allem zur Verteidigung. Ein Schloss hingegen ist, auch heute noch, vor allem ein repräsentativer Wohnsitz. Was viele auch nicht wussten: schon bevor das Heidelberger Schloss gebaut wurde, gab es etwas oberhalb auf der Molkenkur bereits eine Burg.

Wichtig für das Schloss sind heute auch der Denkmal- und Naturschutz: Auf und in den alten Gemäuern fühlen sich einige Tier- und Pflanzenarten sehr wohl. Diese gilt es, ebenso wie das Schloss selbst, zu schützen und zu pflegen.

Nach einem Blick vom „kleinen Altan“ (Balkon) auf die Heidelberger Altstadt ging es zum Abschluss zur Grotte und durch den Schlossgarten, wo die Kinder zum Abschluss noch mit einem Eis verwöhnt wurden.

Quelle: http://www.architekturmachtschule.de

Silke Göpferich

Marketing Deutschland
Tel.: 
06221 481-39512
HeidelbergCement AG
Berliner Straße 6
69120 Heidelberg
Deutschland