Sand und Kies: Glossar

Mineralstoffe, gebrochene 

Gebrochene Mineralstoffe sind Gesteinskörner, deren Form nicht natürlich entstanden ist, sondern die künstlich zerkleinert wurden. Sie werden als Primärmaterial in Steinbrüchen oder Kieswerken sowie als Sekundärmaterial aus sortiertem Bauschutt gewonnen und durch Brecher oder Mühlen zerkleinert. Im Unterschied zu den natürlich vorkommenden ungebrochenen Gesteinskörnern Sand und Kies sind ihre Oberflächen nicht abgerundet, sondern weisen Kanten und Bruchflächen auf. In Abhängigkeit von der Korngröße wird unterschieden zwischen Gesteinsmehl, Brechsand, Splitt und Schotter.

Splitt 

Gebrochene Gesteinskörnung mit einer Größe zwischen 2 und 32 mm. Ausgangsmaterial sind Kiese und Hartgesteine (Granit, Basalt, Quarze). Die Herstellung erfolgt in Splittwerken, die meist direkt in den Gewinnungsstätten (Steinbrüchen) errichtet wurden. 

Edelsplitt 

Gebrochene Gesteinskörnung mit einer Größe zwischen 2 und 32 mm. Ausgangsmaterial sind Kiese und Hartgesteine (Granit, Basalt, Quarze). Die Herstellung erfolgt in Splittwerken, die meist direkt in den Gewinnungsstätten (Steinbrüchen) errichtet wurden. Erhöhte Güteanforderung gegenüber Splitt hinsichtlich Korngröße, Unter- und Überkorn, Kornform sowie Frostbeständigkeit.

Betonkies

Betonkies ist eine natürlich gerundete Gesteinskörnung mit einem Größtkorn > 4 mm für die Herstellung von Beton. 

Betonsand 

Betonsand ist eine feine Gesteinskörnung mit einem maximalen Größtkorn von 4 mm. Hierbei kann es sich um natürlich gerundetes oder gebrochenes Material handeln. 

Betonsplitt 

Betonsplitt ist eine gebrochene Gesteinskörnung mit einem Größtkorn > 4 mm für die Herstellung von Beton. 

Korngemisch 

Ein Korngemisch ist eine Gesteinskörnung, die aus einer Mischung grober und feiner Gesteinskörnungen besteht. Die Gesteinskörnung kann werksseitig oder natürlich gemischt sein. 

Korngruppe 

Eine Korngruppe ist eine Gesteinskörnung zwischen zwei beliebigen Prüfkorngrößen. Korngruppen werden mittels unterer (d) und oberer (D) Siebgröße, ausgedrückt als d/D, bezeichnet. Unterkorn (< d) und Überkorn (> D) sind zulässig. Beispiele für übliche im Beton verwendete Korngruppen sind: 0/2, 2/8, 8/16, 16/32, 8/11, 11/22 mm. 

Kornzusammensetzung 

Die Kornzusammensetzung beschreibt die Korngrößenverteilung einer Gesteinkörnung und wird über die Siebdurchgänge [M.-%] durch eine definierte Anzahl von Sieben beschrieben. 

Größtkorn der Gesteinskörnung 

Das Größtkorn der Gesteinskörnung (Dmax) ist der Nennwert des Größtkorns der gröbsten Korngruppe der Gesteinskörnung im Beton. Die Wahl des Größtkorns hängt von konstruktiven Randbedingungen des Bauteils sowie betontechnologischen Aspekten ab. Beton wird in der Regel mit einem folgendem Größtkorn hergestellt: 

  • gerundete Gesteinskörnungen: 8, 16 oder 32 mm
  • gebrochene Gesteinskörnungen: 11 oder 22 mm
Leichte Gesteinskörnung

Leichte Gesteinskörnungen haben aufgrund Ihre Porigkeit Rohdichten von weniger als 2,0 kg/dm³. Die Kornporigkeit - sie kann mehr als 50% bezogen auf das Kornvolumen betragen- ist eine Stoffeigenschaft der leichten Gesteinskörnung, die für die zu erwartende Rohdichte, Wärmeleitfähigkeit und Festigkeit des Leichtbetons von Bedeutung ist. Zu den natürlichen leichten Gesteinskörnungen gehören Bims, Lavakies und Lavasand. 

Normale Gesteinskörnung 

Normale Gesteinskörnungen haben Rohdichten zwischen 2,0 kg/dm³ und 3,0 kg/dm³. Zu den natürlichen normalen Gesteinskörnungen gehören Kies und Sand sowie Splitt und Brechsand, die durch mechanische Zerkleinerung von Kies oder Felsgestein gewonnen werden. 

Schwere Gesteinskörnung 

Schwere Gesteinskörnungen haben Rohdichten von mindestens 3,0 kg/dm³. Zu den natürlichen schweren Gesteinskörnungen gehören Baryt (Schwerspat) und Magnetit.