Wanderfalken im Zementwerk Burglengenfeld

Über Webcam den Nachwuchs beobachten

Im unserem Zementwerk Burglengenfeld bestimmen technische Anlagen und verschiedene Verwaltungs- und Sozialgebäude das Erscheinungsbild. Die Natur ist hier erst auf den zweiten Blick zu erkennen: In alten Parkbäumen brüten mehrere Buntspechte, Kleiber und Gartenbaumläufer. Aber eine Besonderheit im Werk ist die Ansiedlung des Wanderfalken im Jahre 2004. Möglich wurde dies dadurch, dass während der Renovierung der beiden Kamine speziell für diese, in Bayern stark gefährdet eingestufte Vogelart, ein Nistkasten in 86 m Höhe angebracht wurde. Der Nistkasten wurde erfolgreich angenommen: ein Wanderfalkenpaar brütet dort seitdem regelmäßig.

Seit Februar 2014 kann man nun im Internet durch eine Webcam am Brutkasten live zuschauen, wie das Wanderfalkenpaar seinen Nachwuchs, bestehend aus drei Jungvögeln, großzieht. Zudem hat das Bayrische Fernsehen (BR 3) im Mai 2014 einen Kurzfilm über die Falkenbrut und die Biodiversität im Steinbruch/Werk Burglengenfeld gedreht. Der Kurzfilm wurde in der Sendung „Schwaben & Altbayern“ ausgestrahlt (→ Link siehe unten).

In Steinbrüchen kann der Wanderfalke durch gezielte Anlage von Brutnischen an den steilen Hängen gefördert werden. Wo dies nicht möglich ist, stellt die Anbringung von Nistkästen an hohen Gebäuden, wie es in vielen Zementwerken von HeidelbergCement gemacht wird, eine Alternative dar.

Ein Wanderfalken-Nistkasten besteht aus einem stabilen Kasten mit großer Öffnung in der Vorderwand und gegebenenfalls einem breiten Anflugbrett, auf dem die Jungvögel später ihre Flugübungen vollführen. Im Prinzip ist der Kasten einer Felsnische mit vorgelagertem Felssims nachempfunden. Da Wanderfalken kein Nistmaterial einbringen, wird der Boden des Kastens mit groben Sägespänen ausgelegt. In der Umgebung sollten Mauervorsprünge und –absätze zum „Zwischenlanden“ und keine Gefahr (z.B. stark genutzte Straßen oder Hochspannungsleitungen) für Jungvögel vorhanden sein.

Die jungen Wanderfalken in Burglengenfeld werden nach der Nestlingszeit aus dem Nistkasten fliegen und von den Eltern lernen wie man selbstständig fliegt und jagt. Danach suchen sie sich ihr eigenes Revier und verlassen ihre Eltern. Wenn alles gut läuft, können sie ein Höchstalter von ca. 15 Jahren erreichen.

Kurzbeitrag Bayerischer Rundfunk

Falkencam

Henrik Wesseling

Werkleiter Burglengenfeld
HeidelbergCement AG
Schmidmühlener Straße 30
93133 Burglengenfeld
Deutschland

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