Beweidungsprojekt Steinbruch Burglengenfeld

Um die schützenswerten Magerflächen dauerhaft zu erhalten, ist eine regelmäßige Mahd mit Abtransport des Mähgutes notwendig. Andernfalls kommen schnell Gebüsche auf, die die lichtliebenden Arten verdrängen. Daher bietet sich neben der Mahd zum Beispiel die Beweidung mit Ziegen und/oder Schafen als effektivste Methode an. Die Tiere fressen vor allem jungen Aufwuchs und drängen eine Verbuschung schonend zurück. Das öffnete für zahlreiche konkurrenzschwächere Arten die Chance, sich erfolgreich zu etablieren. Die Folge ist ein enormer Artenreichtum auf diesen Flächen.

Im Steinbruch Burglengenfeld wird seit 2009 erfolgreich eine Beweidung auf der Steinbruchsohle und an den südöstlichen Hängen durch den Schäfer Josef Rebitzer durchgeführt. Die Beweidung findet zeitlich versetzt auf verschiedenen Flächen statt. Zum Einsatz kommen Burenziegen und Waldschafe. Ihre Robustheit, Wetterfestigkeit und Geländegängigkeit prädestinieren die Tiere für diesen Einsatz. Als typischer Laubfresser ist unter anderem die Burenziege in der Lage (zum Teil auf den Hinterbeinen stehend) Sträucher bis in 1,80 m Höhe zu verbeißen.

Schon heute findet man auf den gepflegten Flächen neben einigen Pflanzenarten (z.B. dem Acker-Rittersporn, Hornklee oder der Knäuel-Glockenblume) auch seltene Tierarten, wie den Himmelblauen Bläuling und die Heidelerche.

Henrik Wesseling

Werkleiter Burglengenfeld
HeidelbergCement AG
Schmidmühlener Straße 30
93133 Burglengenfeld
Deutschland

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