23. Oktober 2017

Mit 19 Jahren Betonpumpenmaschinist bei Heidelberger Beton

„Wie hast du das gemacht?“ fragen ihn alle. Robin Form ist gelernter Berufskraftfahrer und Betonpumpenmaschinist – mit 19 Jahren. Begonnen hat alles mit einem Schulpraktikum im Alter von 14 Jahren (!). Ein Jahr lang schnupperte er jeden Mittwoch auf dem Betriebshof von Heidelberger Beton in Bad Kreuznach in die Welt des Transportbetons, der Betonpumpen und Fahrmischer rein. „Am Anfang dachte ich nur: okay, das schau ich mir mal an und bin das Praktikum offen angegangen“, erinnert sich Robin Form. „Doch nach einem Jahr war mir klar, dass ich das machen will.“ Dass er irgendwann mal der wahrscheinlich jüngste Betonpumpenmaschinist in der Geschichte von Heidelberger Beton wird, war da noch nicht abzusehen. Denn den LKW-Führerschein darf man eigentlich erst mit 21 machen. Die Basis dafür ist der PKW-Führerschein, den er frühestens mit 17 Jahren bekommen kann. Doch Heinz-Jürgen Saulheimer, Geschäftsführer der Heidelberger Betonpumpen Rhein-Main Nahe GmbH & Co. KG, setzte sich für den damals 15-Jährigen ein und erhielt für dessen Ausbildung eine Sondergenehmigung. Somit startete Robin Form im Jahr 2013 – kurz bevor er 16 Jahre alt wurde – mit der Ausbildung zum Berufskraftfahrer. 

Und was heute nicht immer selbstverständlich ist: Er zog die Ausbildung beharrlich durch. „Klar war die Ausbildung für mich nicht einfach. Ich war überall mit Abstand der Jüngste. Die meisten aus meinem Ausbildungsjahrgang – der Älteste war 39 - hatten den LKW-Führerschein bereits. Und auch beim Thema Ladungssicherung zum Beispiel wussten viele aus der Praxis Bescheid. Ich hingegen musste mir vieles theoretisch über Bücher aneignen.“ Bei Heidelberger Beton fuhr er immer mit und half, wo er konnte. „Am Anfang habe ich nur zugeschaut. Mit der Zeit durfte ich dann auch mal auf der Baustelle kurz fahren und die Maschine lenken. Und am Ende hat sich alles nur noch um den Führerschein gedreht“, fasst Robin Form die 3 ½ Jahre in seiner eigenen Art zusammen. Viele seien auch stolz darauf, dass er dabei geblieben ist und die Ausbildung nicht abgebrochen habe, so Form weiter. „In meiner Klasse waren am Anfang 36 Leute - am Ende waren wir noch zu zwölft.“ 

Breites Ausbildungsprogramm - den „Nachteil“ zum Positiven gedreht

Im Laufe der Ausbildung arbeitete er bei jedem Kollegen mal mit, schaute sich viel ab und gewöhnte sich mit der Zeit seinen eigenen Arbeitsstil an.  Den „Nachteil“, noch keinen Führerschein zu haben, nutzte er zu seinen Gunsten und absolvierte dafür Ausbildungsstationen im Labor, in der Disposition und auf der Mischanlage. „Dadurch bin ich heute mit den Computern und der Software vertraut, weiß, wie die Planung und das Dispositionssystem funktionieren und habe einen solides Fachwissen über Beton“, betont Robin Form und fügt an: „Jede Weiterbildung bringt einem ja was. Auch in Sachen Beton will ich mich zukünftig noch weiterbilden und natürlich ist es mein Ziel, auch eine größere Betonpumpe zu fahren.“ 

 

Jeder Tag als Betonpumpenmaschinist bringt was Neues

Seit 27. Januar 2017 ist Robin Form jetzt ausgelernter Berufskraftfahrer mit der Zusatzqualifikation Betonpumpenmaschinist. Er wäre sogar noch früher fertig gewesen, doch die gesetzlich vorgeschriebene 27-Wochen-Frist zwischen LKW-Führerschein und praktischer sowie theoretischer Prüfung zwangen ihn, noch ein halbes Jahr dran zu hängen. 

Und auf seine Erfahrungen im ersten halben Jahr als Betonpumpenmaschinist angesprochen, merkt man schnell wie abwechslungsreich sein Job ist. „Jeder Tag bringt etwas Neues, jede Baustelle birgt ihre eigenen Herausforderungen“, erzählt Robin Form. Sein Highlight bisher: „Bei einer größeren Baustelle in Frankfurt standen wir uns mit zwei Pumpen gegenüber und haben 400 bis 500 Kubikmeter zusammen gepumpt. Das war schon beeindruckend.“ Und überhaupt sei es ein tolles Gefühl, wenn man an einem Objekt vorbei fährt oder in einem Objekt drin sitzt, bei dem man mit der Pumpe vor Ort war: „Ein gutes Gefühl, zu wissen, dass ich meinen Teil dazu beigetragen habe.“  


Bildunterschriften

Bild 1: Seit 01. Februar hat Robin Form seine „eigene“ Pumpe. Seine Kollegen kann er weiterhin jederzeit um Rat fragen oder sich Tipps holen.

Bild 2: Sichtlich stolz erklärt uns Robin Form, was das Tablet und der Bordcomputer alles für Vorteile bringen. 

Bild 3: Jeden Morgen geht Robin Form um die Betonpumpe herum und kontrolliert alles. Beim Aufbau überprüft er alles zweimal und beim Fahren lässt er sich nicht stressen. Immer im Hinterkopf: Seine Führerschein-Probezeit geht noch bis 2018.  

Kevin Ballon

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